Schaumweinsteuer

 Verbrauchssteuer auf Schaumwein Die volle Schaumweinsteuer wird in Deutschland auf schäumende Weine erhoben, deren Flascheninnendruck durch einen entsprechenden Kohlensäuregehalt höher als 3 bar liegt, die Flasche also mit einem Pilzstopfen mit Haltevorrichtung (z. B. einer Agraffe) versehen ist und der Alkoholgehalt über 6 % Vol. liegt. Zurzeit wird auf Schaumwein eine Steuer von 1,36 € pro Liter erhoben, umgerechnet auf 0,75 Liter, der gängigen Größe von Schaumweinflaschen, zahlt der Verbraucher also eine Steuer von 1,02 €. Bei einem Alkoholgehalt von unter 6 % Vol. und ansonsten gleichen Voraussetzungen fällt mit 0,51 € pro Liter eine geringere Steuer an. Diese Einnahmequelle schäumt dem Bund damit pro Jahr einen Betrag von fast 500 Mio. € in die Kasse.Die Schaumweinsteuer ist als eine Art Aufrüstungssteuer entstanden, sie wurde im Jahr 1902 eingeführt. Zwar herrschte zu dieser Zeit noch kein Krieg in Deutschland, jedoch sollte oder musste die kaiserliche Flotte modernisiert werden und das musste finanziert werden. Da Schaumwein bzw. Sekt u. a. Getränke dieser Art gerade sehr in Mode waren, bot sich die Steuer als zusätzliche Einnahmequelle an. Die Schaumweinsteuer wurde seither nur einmal - von 1933 bis 1939 - ausgesetzt, um die Branche finanziell etwas zu schonen. Ab 1939 wurde sie wieder in Kraft gesetzt, um ihrem alten Zweck, nämlich der Aufrüstung, zu dienen.PB20140324

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