Schädlingsbekämpfung

 Gezielter Einsatz von Methoden und Wirkstoffen zur Vernichtung, manchmal auch zur Vertreibung von Schädlingen Die Schädlingsbekämpfung kommt im Weinbau zum Tragen, wenn bestimmte Tierarten wie Insekten, Schnecken, Vögel oder auch Säugetiere - meist durch Fraß - (wirtschaftlichen) Schaden an Rebanlagen anrichten. Ob tatsächlich ein Schaden vorliegt, hängt von der Intensität des Befalls ab. So ist z. B. der Richtwert für einen Schaden bei Sauerwurm-Befall eine Anzahl von 4 Würmern pro 100 Trauben. Dieser Wert markiert also die Untergrenze, ab dem der Einsatz von entsprechenden (Spritz-)Mitteln empfohlen wird.  Allerdings kommt nicht immer ein Spritzmittel zum Einsatz, wenn ein Tier Schaden in einer Rebanlage anrichtet. In kleineren Anlagen könnte eine Bekämpfung auch in schlichtem Absammeln bestehen. Vögel werden  generell durch entsprechende optisch oder akustisch wirkende Apparaturen verscheucht oder durch Netze abgewehrt, Säugetiere wie Rehe oder Hasen, die besonders gern in Junganlagen einfallen, werden meist mit Verbiss-Schutzgittern am Knabbern gehindert. Welche Abwehr- oder Bekämpfungsmaßnahme bei welcher Tierart im Detail geeignet ist, findet sich in der Regel unter den jeweiligen Stichwörtern (Namen der Schädlinge) in diesem Glossar. PB20140601

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