Savioz-Fass

 Barrique in leicht quaderförmiger Bauform  Das von dem Schweizer Winzer Cyrille Savioz 1997 unter dem ursprünglichen Namen Cybox entwickelte (und patentierte) Fass mit dem Volumen eines Barriques soll nicht nur gut stapelbar (fünffach) und leicht zu reinigen sein (Kugelkopfreinigungssystem), sondern auch einen exakten Toastungsgrad (in 12 Stufen) vorweisen (durch Keramik-Infrarot-Mikrowellen!) und das alles noch für weniger Geld, als ein Winzer für ein Barrique ausgeben müsste. Denn die durchweg geraden Dauben werden computergesteuert gefräst, innerhalb kurzer Zeit zusammengefügt und von Stahlbändern unter Druck festgehalten - das Fass ist also zerlegbar. Als Füll-, Entleer- und Reinigungsöffnung fungiert ein schräg nach oben gerichtetes Rohr an der oberen Frontseite.Um der Sache die Krone aufzusetzen, bietet der Erfinder die Rücknahme der Fässer nach drei- bis viermaliger Belegung zu einem angemessenen Preis an, um - quasi als Zweitnutzen - die Gebinde zu Parkett (10 qm/Fass) oder sogar zu Küchenmöbeln umzuwidmen. Bemerkenswert ist durch die Mehrfachverwertung jedenfalls das mögliche Einsparpotenzial an Eichenholz, wie Erfinder Savioz in etwas holprigem Deutsch auf seiner Webseite vorrechnet. Seit 2012 gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmer Dominique Zorn aus dem rheinland-pfälzischen Waldmohr, der gemeinsam mit Savioz das Gebinde noch einmal optimiert hat und nun unter dem geschützten Namen barriCube produziert und anbietet. Über mögliche Verkaufserfolge ist bis jetzt allerdings noch nichts bekannt geworden. PB20140510 

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