Samen

 Bei der Rebe die Kerne in den Weinbeeren Durch die in der Umgangssprache übliche Verwendung des Wortes Samen auch für männliche Spermien kommt es immer wieder zu Missverständnissen bezüglich der Funktion von Pflanzenssamen. Will man einen Vergleich zwischen der Rebe und dem Menschen herstellen, entsprechen die Spermien den männlichen Pollen, die die weiblichen Geschlechtsorgane in der meist zwittrigen Rebblüte bestäuben bzw. befruchten. Der vom Perikarp umgebene Samen, also einer der Kerne einer Weinbeere, entspricht dem bereits befruchteten menschlichen Embrio im Mutterleib. In den Beeren der bei uns zugelassenen Keltersorten können sich zwischen einem und sechs Rebkerne befinden, meist sind es etwa zwei bis vier, wobei die Größe einer Beere weniger von der reinen Anzahl der Kerne, sondern vielmehr von deren Masse abhängt. Der Einfluss der Samen auf die Beerengröße bzw. das Gewicht ist außerdem hormonell (Gibberellin) bedingt, was jedoch mit der Anzahl der Samen in einer Beere abnimmt. Im Gegensatz zu europäischen Wildreben, die runde Kerne besitzen, haben die Kerne unserer Keltersorten eine längliche Form. PB20140508

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