Saint-Émilion

 Weltberühmtes Weinbaugebiet im Bordelais Saint-Émilion ist ein altes, wegen der meist besonderen Qualität der Weine weltweit bekanntes Weinbaugebiet mit einer bestockten Rebfläche von knapp über 5.400 Hektar. Unter dem Namen der Appellation werden von rund 1.000 Winzerbetrieben ausschließlich Rotweine bereitet (unter anderer Bezeichnung auch Weißweine), die aufgrund der unterschiedlichen Bodentypen entsprechend verschiedene Weinstile hervorbringen. Durch die recht einheitliche Verwendung von Anteilen aus etwa 60 % Merlot und 30 bis 35 % Cabernet Franc und etwas Cabernet Sauvignon und Malbec für die Cuvées sind die Weine aus Saint-Émilion jedoch fast alle fruchtig-weich, körperreich und trotz nicht ganz so stark ausgeprägter Tannin-Struktur durchaus langlebig. Die Hierarchie der Appellation sieht einige Abstufungen vor: Nach den einfachen Saint-Émilion-Weinen ist die nächste Stufe Saint-Émilion Grand Cru. Weine, die sich so nennen wollen, müssen im Zug einer jährlichen Verkostung ihre Qualität nachweisen, die Bezeichnung stellt aber keine Klassifizierung von Weingütern dar. Die nächsthöhere Stufe (Grand Cru Classé) und die zwei darauf folgenden sind konkreten Weingütern zugeordnet, was als Klassifizierung erstmals 1955 geschah und seither in teilweise verwirrenden Auf- und Abstufungs-Orgien ergänzt bzw. revidiert wurde. Die Spitze bilden die beiden Bezeichnungen Premier Grand Cru Classé A und B, wobei - vollkommen unangefochten - in der allerhöchsten Stufe A nur zwei Weingüter vertreten sind, nämlich die Châteaux  Ausone und Cheval Blanc, in der Stufe B sind es 13 Weingüter, darunter so bekannte Namen wie Château Figeac oder Château Angélus. PB20140508

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