Sachsen

 Deutsches Weinbaugebiet um Dresden entlang der Elbe In dem mit einer Rebfläche von ca. 460 Hektar recht kleinen Weinbaugebiet (vor 300 Jahren war es noch das Zehnfache) wird bereits seit rund 850 Jahren Weinbau betrieben. Das jedenfalls geht aus alten Urkunden hervor, wonach Markgraf Otto der Reiche um das Jahr 1160 bereits ausgiebig Handel mit Wein von der Elbe betrieben hat. Das Anbaugebiet konkurriert mit Saale-Unstrut dank seiner Lage am 51. Breitengrad um den Titel des nördlichsten deutschen Qualitätsweingebiets. In dem Landstrich um Meißen, Radebeul und Dresden wird zu rund 80 % Weißwein produziert, allerdings mit einer leichten Tendenz zu mehr roten Sorten. Es dominieren Müller-Thurgau, Riesling, Weiß- und Grauburgunder mit zusammen etwas mehr als der Hälfte der Rebfläche, Spätburgunder hat einen Anteil von etwa 8 %, Dornfelder 5 %. Sachsen besteht aus zwei Bereichen (Meißen und Elstertal), vier Großlagen und 23 Einzellagen, seit 2006 gehört auch eine Fläche von ca. 20 Hektar in Brandenburg und Sachsen-Anhalt dazu. Die Weine, die zu fast 60 % aus Hang- und teilweise terrassierten Steillagen stammen, ähneln denen aus dem Gebiet Saale-Unstrut. Die Weißweine sind eher säurebetont und filigran, dabei elegant und angenehm fruchtig. Als größte Erzeuger gelten die Winzergenossenschaft Meißen (1.800 Mitglieder, ca. 50 % der Gesamtfläche) und das Staatsweingut Schloss Wackerbarth. Daneben gibt es außer einem städtischen Weingut zurzeit 15 selbstvermarktende Winzerbetriebe. Im Gegensatz zur Region an der Saale, die 2015 gern UNESCO-Welterbe werden möchten, hat die Region um Dresden diesen Titel 2009 durch einen umstrittenen Brückenbau wieder verloren. Die Weinberge in diesem Bereich waren ein wesentlicher Bestandteil der Auszeichnung.PB20140316

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