Roséfarbene Weine

Eine Reihe von Weintypen mit fast heller bis hellroter FärbungIn Deutschland darf eine Reihe von Weinen hergestellt werden, die weder als Weiß- noch als Rosé- oder Rotweine bezeichnet werden. Gerade in der korrekten Abgrenzung von Rosé (siehe dort) sind die meist traditionellen Weintypen eine teils regional begrenzte Besonderheit und dürfen deshalb nur dort so genannt bzw. bereitet werden. Ein Rotling ist ein Wein, der aus gemeinsam eingemaischten weißen und roten Trauben hergestellt wird. Er heißt in allen deutschen Weinbaugebieten so, außer in Baden, Württemberg und Sachsen. In Baden heißt der Rotling Badisch-Rotgold, für diesen Wein gelten besondere Regeln bezüglich Rebsorten und Qualität. In Württemberg heißt er Schiller - ebenfalls strenger reglementiert als ein einfacher Rotling. In Sachsen wird der Wein Schieler genannt (nicht zu verwechseln mit dem österreichischen Schilcher, der wiederum ein Rosé und zwar von Blauem Wildbacher ist). Ein Weißherbst ist ein hell gekelterter Qualitätswein, der nur in bestimmten Regionen und von bestimmten Rebsorten bereitet werden darf. Ein Blanc de Noir(s), was auf Deutsch Weißer aus Schwarz(en) bedeutet, ist ein sehr heller Wein, für den bislang keine eindeutigen Regeln festgelegt sind. Er wird nach französischem Vorbild sehr hell gekeltert, die Bezeichnung Blanc de Noir(s) auf dem Etikett wird bis zu einer endgültigen Regelung geduldet (Details siehe unter den jeweiligen Stichwörtern). Seit 2009 ist es auf der untersten Qualitätsstufe (Deutscher Wein, ehemals Tafelwein) nun auch erlaubt, fertige Weiß- und Rotweine zu mischen, was früher strikt verboten war. Allerdings dürfen diese Weine nicht als Rosé oder wie andere, weiter oben genannte Weintypen bezeichnet werden, sie können aber einen anderen, die Farbe assoziierenden Markennamen tragen z. B. Pink o. ä., wenn dadurch der Verbraucher nicht getäuscht wird.  PB20140212

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