Roden

 Im Weinbau: Ausreißen sämtlicher Weinstöcke einer definierten Fläche Für das Roden einer Weinbergsanlage kann es mehrere Gründe geben. Die Anlage könnte z. B. komplett mit Viren durchseucht und die bestehenden Rebstöcke nicht mehr zu retten sein; dann muss eine Brachezeit von z. B. fünf Jahren abgewartete werden, bis neu bestockt werden kann. Ein anderer Grund könnte sein, dass ein Winzer eine in die Jahre gekommene Anlage neu bestocken möchte, oder er will eine andere Rebsorte pflanzen, weil er sich davon einen besseren Absatz verspricht. Eventuell soll eine Weinbergsfläche auch komplett stillgelegt werden, wie es in manchen staatlichen Rodungsprogrammen gegen eine entsprechende Prämie vorgesehen ist, z. B. um weniger Wein zu produzieren.  Gerodete Flächen müssen innerhalb von acht Jahren wieder bestockt werden, sonst erlischt die Erlaubnis zur Nutzung als weinbauliche Fläche komplett. Allerdings kann innerhalb der Zeit auf Antrag das Bepflanzungsrecht auf eine andere Fläche übertragen werden. Wird eine Weinbergsanlage nicht gerodet, sondern nur nicht mehr bewirtschaftet (eine so genannte Driesche), erlischt das Bepflanzungsrecht schon nach vier Jahren. PB20140220

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