Rispe

 Mehrfach verzweigter Blütenstand Die botanisch korrekte Bezeichnung für den Blütenstand (Geschein) der Weinrebe ist eigentlich Rispe - und nicht Traube. Der Grund dafür liegt in der Unterscheidung nach dem Aufbau des Blütenstandes. Rispen, von denen es noch einmal verschiedene Varianten gibt, verzweigen sich alle mehrmals von einer Hauptachse ausgehend, während sich die Seitensprosse der Hauptachse von Trauben nicht weiter verzweigen. Dass man deshalb in Zukunft nur noch von Weinrispen statt von Weintrauben sprechen darf, kann als Gerücht gelten.Gleichwohl gibt es Rispen, die an Verzweigungen derart verarmt sind, dass sie praktisch wie eine Traube aussehen, weshalb man die Rispenform als Botryoid (Traubenartige) bezeichnet, was auf unsere Weintraube jedoch überhaupt nicht zutrifft. Dass es überhaupt diese falsche Bezeichnung für unsere Lieblingsfruchtstände gibt, hängt damit zusammen, dass der Fruchtstand der Rebe schon bei den Griechen als Traube, nämlich bótrys, bezeichnet wurde. Die strikte, botanisch begründete Unterscheidung nach verschiedenen Arten von Blütenständen ist jedoch jüngeren Datums.PB20140212

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