Rheinhessen

 Deutsches Weinanbaugebiet Rheinhessen - das größte deutsche Anbaugebiet - liegt komplett auf dem Gebiet des Bundeslandes Rheinland-Pfalz und umfasst eine Fläche von rund 26.500 Hektar, ein Viertel der gesamten deutschen Rebfläche und deutlich mehr als ein Drittel der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche innerhalb des Gebietes (Stand: 2010). Dieses wird im Osten eingegrenzt vom Rheinufer zwischen Worms und Mainz, dann weiter im Norden vom Rheinknie zwischen Mainz und Bingen, im Westen vom Anbaugebiet Nahe und im Süden vom Anbaugebiet Pfalz. Das Gebiet ist unterteilt in die drei Bereiche Bingen, Nierstein und Wonnegau mit 24 Großlagen und 434 Einzellagen, deren bekannteste am westlichen Rheinufer bei Nierstein liegen.Im langjährigen Jahresmittel werden von über 3.200 Betrieben etwa 2,5 Mio. Hektoliter Wein produziert, was ebenfalls Platz 1 in der deutschen Rangfolge bedeutet; rund 20 Prozent der dabei erzeugten Qualitätsweine wird im Direktverkauf vermarktet, Genossenschaften, wie z. B. in Württemberg stark vertreten, spielen hier mit etwa 3 Prozent fast keine Rolle. In Rheinhessen herrschen, was die Farbverteilung der angebauten Rebsorten anbelangt, gegenüber Württemberg genau umgekehrte Verhältnisse: Während im Ländle der Rotweinanteil inzwischen bei 70 Prozent liegt, dominieren - zumindest in Summe - in Rheinhessen die weißen Sorten mit diesem Prozentsatz, allen voran Müller-Thurgau mit rund 4.400 Hektar, gefolgt von Riesling mit etwa 3.900 Hektar und Silvaner mit ca. 2.500 Hektar. Ebenfalls von Bedeutung sind Ruländer (Grauer Burgunder) mit ca. 1.190 Hektar, Weißburgunder (ca. 960 Hektar) und Chardonnay mit rund 500 Hektar. Bei den roten Sorten führt bereits seit einer Weile Dornfelder deutlich mit ca. 4.150 Hektar vor dem früheren Ersten Portugieser (ca. 1.250 Hektar) und Spätburgunder (ca. 1.190 Hektar), alle Angaben für 2010.PB20140210      

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