Rhein

 Großer deutscher Strom, von den Alpen bis zur Nordsee Der Rhein hat für den Weinbau in Deutschland große Bedeutung, auch weil u. a. entlang seiner Ufer die Wiege des hiesigen Weinbaus, importiert von römischen Legionären um etwa Christi Geburt, vermutet wird. Der Rhein ist für die Reben vor allem ein Wärmespeicher, die sich bildenden Nebel ein zusätzlicher Frostschutz, früher hatte er auch die Bedeutung beim Abtransport gefüllter Weinfässer und war damit ein wichtiger Handelsweg. Die Aussage vom Fluss als großem Reflektor von Sonnenstrahlen mit entsprechender Wirkung auf die Reben ist jedoch wissenschaftlich nicht haltbar und von daher eher ein Marketing-Gag. Der Rhein durchmisst auf seinem Weg von Süden nach Norden mehrere deutsche Anbaugebiete, angefangen mit Baden, rechts des Rheins beginnend mit dem Markgräfler Land, dem Tuniberg und dem Kaiserstuhl über die etwas weiter östlich des Rheins gelegenen Gebiete Breisgau, Ortenau, Kraichgau bis zur - wenn man sie dazuzählen möchte - Badischen und der Hessischen Bergstraße, zwar etliche Kilometer entfernt, aber immer noch irgendwie dem weiteren Einzugsbereich des Rheins zugehörig. Entlang des linken Rheinufers am Fuß der Vogesen befindet sich zunächst auf französischem Gebiet das Elsass, weiter nördlich schließen sich die Pfalz und Rheinhessen mit den bekannten Lagen in Nierstein und Oppenheim an, dem am rechten Ufer der Rheingau zwischen Wiesbaden und Lorch folgt. Während dieses Gebiet schon recht nah an den Rhein heranreicht, verläuft das nordwestlich folgende Gebiet Mittelrhein meist in Steillagen teilweise quasi direkt vom Ufer aufragend. Mit der kurz vor Bonn von links mündenden Ahr endet der Weinbau entlang des Rheins. Die einzelnen Gebiete sind geprägt von unterschiedlichen Kleinklimazonen und Böden, entsprechend unterscheiden sich auch die Weine, was man sehr deutlich an den Gewächsen der Rebsorte Riesling erkennen kann (siehe dort). PB20140303 

Zurück