Reflexe

 Spiegelungen in einem gefüllten Weinglas, deren Farbe von der Grundfarbe des Weines abweichen Besonders bei Rotweinen gelten die Reflexe im Zug der Beschreibung der Weinfarbe als unabdingbar, auch weil sie eventuell bestimmte Erkenntnisse über den Zustand oder Reifegrad eines Weines zulassen. Sehr beliebt sind in diesem Zusammenhang Orange-, Amber-, Ziegel- und Granat-Reflexe, die allesamt einen etwas reiferen Wein beschreiben. Jüngeren Weinen gesteht man hingegen eher violette, manchmal auch purpurfarbene Reflexe zu. Sehr schön können diese Reflexe an der Grenzfläche zwischen Wein und Luftraum unmittelbar am Glasrand beobachtet werden, aber auch wenn das gut gefüllte Glas gegen eine geeignete Lichtquelle (Kerzenflamme) gehalten wird. Auch Weißweine haben Reflexe - insgesamt schwerer zu beobachten, meist grünlich bei jungen Weinen, leicht golden bei älteren oder fast bernsteinfarben bei zu alten Weißweinen. Die Farbe von Reflexen ist aber nicht nur vom Alter, sondern auch von der jeweiligen Rebsorte abhängig. So zeigt z. B. ein Barolo, der aus der Rebsorte Nebbiolo bereitet wird, schon in jüngeren Jahren orangefarbene Reflexe, obwohl das sonst eher ein Zeichen von Alterung ist. Hat ein Wein hingegen braune Reflexe, dann ist er - unabhängig von der Rebsorte - hinüber! PB20140218

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