Rebzeile

 Pflanzlinie, in der die Rebstöcke (i. d. R.) in gleichmäßigen Abständen zueinander stehen Eine Rebzeile wird in Flach- und in Hanglagen in der Regel parallel zu ihrer Ausrichtung links und rechts von einer Gasse begleitet, wenn sie nicht am Rand einer Anlage verläuft. An den Enden sind die Rebzeilen von den so genannten Anwanden begrenzt, das ist der Raum, den Fahrzeuge oder sonst wie gezogene Gerätschaften zum Wenden von einer in die nächste Gasse brauchen (manchmal ist das auch ein Bewirtschaftungsweg). Oft verlaufen die Zeilen in Richtung der Hangneigung, was die Bearbeitung erleichtert, aber nicht immer optimal in der Ausrichtung zur Sonneneinstrahlung sein muss. In Steillagen werden die Zeilen so angeordnet, dass eine Bearbeitung mit Seilzug möglich ist oder der zur Verfügung stehende Raum gut genutzt wird. In terrassierten Steillagen von relativ geringer Tiefe verlaufen die Zeilen meist quer zum Hang.Pflanzlinien auf neu zu bestockenden Flächen müssen meist neu ausgezeilt werden, wofür verschiedene Methoden zur Verfügung stehen (siehe unter Auszeilen). Der Abstand zwischen zwei Stöcken innerhalb einer Zeile soll gleichmäßig sein und zwischen 100 und 120 cm liegen, bei einer Dichtbepflanzung schrumpfen die Abstände jedoch, während die Gassen gleich breit bleiben.  Die Rebzeilen sind je nach Erziehungsart bzw. Unterstützungssystem geprägt von Drahtrahmen (mit schrägen Endstickeln und senkrechten Zeilenstickeln), einzelnen Stäben oder völlig frei stehenden, buschartigen oder auch kriechenden Reben, die in manchen Ländern gar keiner Linie folgen und daher auch keine Rebzeile bilden (siehe auch unter Pflanzdichte). PB20140122

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