Rebschere

 Schneidewerkzeug des Winzers Wirklich funktionstüchtige Rebscheren, die den traditionellen Rebmessern für bestimmte Arbeiten wie Rebschnitt oder Traubenlese überlegen sind, gibt es eigentlich erst seit der Nachkriegszeit. Die zuvor für diverse Rosen- und Gartenarbeiten verwendeten Scheren waren eine französische Erfindung aus der Zeit um ca. 1820. Rund 30 Jahre später kam das damals noch etwas unhandliche Werkzeug als Rebschere auch nach Deutschland. Moderne Versionen verfügen über einen Mechanismus zum Feststellen der Klingen und eine geeignete Gegendruckfeder. Es gibt Scheren mit schräg gestellten Schneidköpfen und/oder einem Rollgriff zur Schonung der Gelenke oder z. B. pneumatisch unterstützte Scheren, die auch dickere Äste gut schneiden können. Hilfreich bei der Arbeit im Weinberg ist auch eine kleine Kerbe am Ansatz der Klingen, mit der sich Drähte o. Ä. durchtrennen lassen. Für die Lese werden meist kleinere, handliche Scheren mit geraden, spitz zulaufenden Klingen verwendet. Der bekannteste Hersteller ist das Schweizer Unternehmen Felco, das seit 1946 mit geeigneten Produkten auf dem Markt ist. PB20140215

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