Rebkrankheiten

 Beeinträchtigungen der Rebe, die durch Mikroorganismen hervorgerufen werden Als Rebkrankheiten bezeichnet man alle Schäden am Rebstock, die durch Pilz-, Viren- oder Bakterienbefall hervorgerufen werden. Im weiteren Sinn könnten auch Krankheiten dazugerechnet werden, die durch Nährstoffmangel entstehen, was sich teilweise als Folge anderer Ereignisse wie zum Beispiel Wassermangel einstellt. Eine andere Kategorie stellen tierische Schädlinge in Form von Insekten dar, die zwar nicht direkt eine Krankheit auslösen, aber als Überträger von Viren etc. fungieren können wie einige Zikadenarten, die beim Saugen an bestimmten Teilen der Rebe z. B. die Erreger der Goldgelben Vergilbung einbringen. Die bekanntesten von Viren und/oder Bakterien verursachten Krankheiten des Rebstockes sind Blattrollkrankheit, Goldgelbe Vergilbung, Mauke, Nekrosen, Phytoplasmose, Pierce, Reisigkrankheit etc. Erkrankungen, die auf Pilze zurückgehen sind Botrytis, Esca, Oidium, Peronospora, Roter Brenner, Schwarzfäule, Schwarzfleckenkrankheit, Wurzelfäule etc. Die Bekämpfung solcher Krankheiten ist eine der Hauptprobleme im Weinbau. Während man gegen diverse Pilzarten mit Fungiziden vorgehen kann, kann der Winzer bei einem Befall mit Viren oder Bakterien kaum etwas unternehmen. Im schlimmsten Fall sterben die Rebstöcke oder weite Teile davon ab (Details dazu unter den einzelnen Stichwörtern). PB20140214

Zurück