Rebfläche

 Für die Bestockung mit Reben zugelassene, in die jeweilige Weinbaukartei eingetragene NutzflächeMan unterscheidet grundsätzlich drei Arten von Rebflächen: solche, die im Ertrag stehen, solche, die zwar bestockt, aber noch ohne Ertrag sind (Jungfelder) und solche, die nicht bestockt, aber als Ertragsfläche zugelassen sind (Brachen). Desweiteren unterteilt man Rebflächen nach ihrer Neigung in Flach-, Hang- oder Steillagen. Rebflächen können auch unterschieden werden nach ihrer Abgrenzung oder ihrem Aufbau, zum Beispiel ob sie arrondiert oder terrassiert sind. Mit der Eintragung einer Fläche in die Weinbaukartei entsteht für den (verantwortlichen) Winzer eine Reihe von Pflichten, die von der Einhaltung von Umwelt- und Artenschutz bis zum Schutz von Kulturgütern (historische Mauern etc.) reichen.Die Gesamtrebfläche Deutschlands ist (geografisch) in kleinere Einheiten unterteilt, von der Fläche, aus dem einfacher Deutscher Wein (früher Tafelwein) stammt, über Landweinbereiche (g.g.A.), bestimmte Anbaugebiete (g.U.), die wieder in einzelne Bereiche unterteilt sind (z. B. Stuttgart-Remstal) bis zu Großlagen (z. B. Korber Kopf) und den darin befindlichen Einzellagen (z. B. Stettener Pulvermächer). Die Zulassung neuer Rebflächen ist in der EU (zunächst bis 2015) nur mit Ausnahmegenehmigung (z. B. bei einer Übertragung von Pflanzrechten o. ä.) möglich und entsprechend aufwändig. Eine Umstrukturierung bzw. Umstellung von Rebflächen kann hingegen unter bestimmten Umständen sogar gefördert werden, in Württemberg z. B. bei bestimmten Maßnahmen zur Verbesserung der Bewirtschaftungstechnik (Gassenbreite), Schaffung von Direktzugfähigkeit, Aufbau von Rebflächen nach Bodenordnungsverfahren, Erstellung einer Drahtrahmen- oder sonstigen Unterstützungsanlage, Aufbau von Mauersteillagen mit Unterstützung und die Installation von Tröpfenbewässerungsanlagen. PB20140115

Zurück