Reberziehung

 Erziehung des Rebstockes mithilfe von Unterstützungssystemen und Pflegemaßnahmen Unter Reberziehung versteht man alle (möglichst nachhaltigen) Maßnahmen, die ab dem Setzen der Pfropfreben unter den jeweils herrschenden Bedingungen (Klima, Untergrund, Hangneigung etc.) notwendig werden, damit eine Anlage unter qualitativen und quantitativen Gesichtspunkten optimal im Ertrag stehen kann. Dazu gehört das eigentliche Erziehungssystem, das auch heute manchmal noch von regionalen Gepflogenheiten geprägt ist, aber auch der auf das Erziehungssystem und die Qualitätsphilosophie abgestimmte Rebschnitt, mit dem der Winzer nicht nur den Ertrag regelt, sondern auch die Form des Stockes bestimmt. Man kennt verschiedene Erziehungssysteme, die sich je nach Region teilweise erheblich voneinander unterscheiden. In den vergangenen 40 bis 50 Jahren sind noch viele, teilweise auch skurrile Erfindungen hinzugekommen, die sich allerdings oft nicht durchgesetzt haben. Man unterscheidet zunächst zwischen Systemen mit und ohne Unterstützung, aber auch zwischen traditionellen (z. B. Baumerziehung) und modernen Systemen. Bei solchen ohne Unterstützung sind die Rebstöcke entweder buschartig oder am Boden kriechend erzogen, Systeme mit Unterstützung verwenden - wenn die Rebstöcke nicht an einzelnen Pfählen stehen, wie es oft in Steillagen der Fall ist - meist Drahtrahmen in verschiedener Ausprägung oder Pergolen. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind vertikale oder horizontale Anordnung der Unterstützung bzw. eine eher hohe oder eher niedrige Erziehung der Reben (Details siehe unter den einzelnen Stichwörtern zu den Erziehungssystemen). PB20140214

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