Rebe

 Lateinisch Vitis, Gattung in der Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae)Wenn wir von Reben sprechen, meinen wir in der Regel ein Mitglied der so genannten edlen Weinrebe Vitis vinifera und dabei denken wir an bekannte Rebsortennamen wie Riesling, Silvaner, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Cabernet Sauvignon, Merlot oder viele andere, teils weniger geläufige Sorten, die je nach Anbaugebiet in Europa zur Weinproduktion zugelassen sind.Die Biologen gehen da eher systematisch vor, weshalb Rebe bzw. Vitis ein paar Stufen vor unserer Vitis vinifera auftaucht. Die Reihe geht so: Pflanzen, Gefäßpflanzen, Samenpflanzen, Bedecktsamer, auch allgemein als Blütenpflanzen bezeichnet; es folgen Eudikotyledonen, die einen Großteil der zweikeimblättrigen Pflanzen stellen, dann die Pollen bzw. Blütenstaub produzierenden Kerneudikotyledonen, die Rosiden (früher als Rosenähnliche bezeichnet), dann die Ordnung der Vitales (Weinrebenartige) und schließlich die Familie der Vitacea  (Weinrebengewächse), die als kletternde, lianen- oder strauchartige Pflanzen auftreten. Einer Unterfamilie namens Vitoideae Eaton folgt die Gattung der Vitis (die hier beschriebene Rebe).Bis wir aber bei Vitis vinifera (eigentlich: Vitis vinifera subspecies vinifera) angelangt sind, geht es noch weiter zur Untergattung der Euvitis, die ihrerseits in 7 Gruppen aufgeteilt ist und deren Namen teils aus der Rebzüchtung schon besser bekannt sind: Labruscae, Aestivales, Cinerascentes, Rupestres, Ripariae, Labruscoideae, Incertae und Viniferiae. Letztere schließlich liefert die Art Vitis vinifera L. (die Weinrebe), die - und nun sind wir am Ende - die Vitis vinifera (edle Weinrebe) hervorbringt (mehr zum Aufbau und Erscheinungsbild von Vitis vinifera findet sich unter dem Stichwort Rebstock).PB20140115

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