Pyruvat

 Anion der Brenztraubensäure, Zwischenstufe beim Stoffwechsel, hier der alkoholischen GärungZwei Moleküle der sehr energiereichen Verbindung Pyruvat entstehen in der Zelle sowohl unter aeroben wie anaeroben Bedingungen in zehn Stufen u. a. über Glycerinaldehyd-3-Phosphat (GAP) und Phosphoenolpyruvat (PEP) aus dem Abbau von einem Glucosemolekül (Glycolyse). Das Pyruvat wird je nach Bedarf in weiteren Schritten zum Beispiel zu Aminosäuren, Lactat, Ameisensäure, über Acetaldehyd zu Ethanol oder im Zug des Citratzyklus weiter ab- bzw. umgebaut. Der Weg von der Glucose zum Pyruvat ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie wichtig eine ausreichende Versorgung von Pflanzen mit bestimmten Mineralstoffen oder Spurenelementen ist, z. B. mit Phosphor (als Phosphat). Das Element taucht zwar weder im Ausgangsstoff Glucose noch im vorläufigen Endprodukt Pyruvat auf, erledigt aber z. B. über die Verbindungen ADP bzw. ATP (Adenosindiphosphat bzw. -triphosphat) die Übertragung von Energie (Umwandlung von ADP in ATP bzw. umgekehrt), ohne die der Stoffwechsel nicht ablaufen würde. Ab dem ersten Schritt, der Phosphorylierung der Glucose zu Glucose-6-Phosphat unter Investition von zwei Molekülen ATP, ist Phosphor an allen weiteren Schritten beteiligt. Erst im letzten Schritt (von PEP zum Pyruvat) wird der Phosphor mithilfe des Enzyms Pyruvatkinase, das das Andocken einer Phosphatgruppe an das gebundene ADP und das Abspalten des so entstandenen Moleküls ATP bewirkt, wieder komplett als aus der Glycolyse gewonnene Energie abgegeben.  PB20131210

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