Pumpen

 Geräte unterschiedlicher Bauart zum Transport von Most, Maische und Wein zwischen Gebinden Als es noch keine Pumpen gab, mussten Most, Maische oder Wein entweder von einem Schröter Fass für Fass geschrotet (schleifend transportiert) werden oder man ließ durch eine geschickte Anordnung unter Ausnutzung der Schwerkraft die Flüssigkeit von allein dorthin laufen, wo man sie gerade brauchte (also immer mehr bergab). Im Zug der Weinbereitung wird nach wie vor Most, Maische, Jungwein oder Wein mehrfach von einem in ein anderes Gebinde gebracht z. B. beim ersten Abstich, bei Schönungs- bzw. Filtrationsvorgängen oder bei der Abfüllung. Dabei kommen heute unterschiedliche Arten von Pumpen zum Einsatz, die Bauart einer Pumpe hängt dabei von der Beschaffenheit des jeweils zu transportierenden Materials ab bzw. welche Förderleistung erzielt werden soll. Pumpen sollen je nach Aufgabe schonend arbeiten, d. h. einen möglichst geringen mechanischen Druck (Zerschlagen, Turbulenzen etc.) auf die Flüssigkeit ausüben, stoßfrei arbeiten, keine Erwärmung bewirken, keinen unnötigen Trub produzieren, so wenig wie möglich Sauerstoff untermischen, auf jeden Fall aber eine optimale Leistung bringen. Man unterscheidet zwei Arten von Pumpen: 1. Verdrängerpumpen und 2. Kreisel- bzw. Zentrifugalpumpen. Verdrängerpumpen werden noch einmal in Stoßkolbenpumpen mit Kugel- oder Klappventilen (Flügelpumpen, Scheibenkolbenpumpen, Tauchkolbenpumpen, Membranpumpen und Dosierpumpen) und Pumpen mit umlaufenden Verdränger (Schieberpumpen, Drehkolbenpumpen, Schlauchpumpen, Impellerpumpen, Zahnradpumpen und Exzenter-Schneckenpumpen) unterteilt. Zu den Kreisel- bzw. Zentrifugalpumpen gehören Seitenkanalpumpen, Flüssigkeitsringpumpen, axiale Propeller- bzw. Schraubspindelpumpen. Verdrängerpumpen arbeiten stoßweise, die Leistung ergibt sich aus der Größe des Hubraumes und der Anzahl der Stöße pro Zeit. Pumpen mit umlaufendem Verdränger vergrößern die Kammer auf der Saugseite und verkleinern den Raum auf der Druckseite, wodurch ein gleichmäßiger Transport entsteht. Zentrifugalpumpen nutzen die Zentrifugalkraft, die sich auf dem Weg vom Ein- zum Austritt der Pumpe aufbaut. Kreiselpumpen machen sich die Saugwirkung zunutze, die sich z. B. beim Eintauchen von Zellenradschaufeln oder sich verjüngende Seitenkanäle ergibt. Jede Pumpenart zeigt eine mehr oder weniger charakteristische Leistungs-Kennlinie, die neben ihrer materialschonenden Eigenschaften für den konkreten Einsatz einer Pumpenart mitentscheidend ist. Dabei sind verschiedene Faktoren wie Saug- und Druckhöhe, Rohrleitungswiderstand und Strömungswiderstand (z. B. eines Filters) zu berücksichtigen. Details zu den Einsatzgebieten einzelner Pumpenarten finden sich unter den jeweiligen Stichwörtern. PB20140105          

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