Pulvermächer

 Remstäler Einzellage: Stettener PulvermächerMit Geld machen hat der Name natürlich nichts zu tun. Die Rieslingweine vom Stettener Pulvermächer rund um die berühmte Yburg haben zwar seit jeher einen sehr guten Ruf, aber als geniale Geldmaschine hat sich die Lage deswegen noch nicht entpuppt. Die Sprengmeister der in unmittelbarer Nähe gelegenen Steingrube gaben der Lage vor Jahrhunderten ihren Namen und das hing damit zusammen, dass man bis zur Erfindung des Dynamits in Steinbrüchen auf Schwarzpulver angewiesen war, wenn man Sprengungen durchführen wollte.  Der Lagennamen tauchte erstmals im 17. Jahrhundert auf, das beteiligte Schwarzpulver hingegen stammt eigentlich aus China und wurde dort im 11. Jhdt. erfunden. Dass aber noch kein Weinjournalist dem leckeren Riesling durch diese Hintertür eine rassige „Feuersteinnote“ angedichtet hat, ist zumindest bemerkenswert.Die vielfach prämierte Einzellage Pulvermächer mit ihrer 35 Hektar umfassenden Rebfläche bürgt jedenfalls für höchste Riesling-Qualität. Die Reben gedeihen hier auf dem typischen Remstaluntergrund: Keuper-Verwitterungsböden und sandiger Lehm bis lehmiger Ton. Dieses Bodengfährtle, wie man im Remstal sagt, prägt den hiesigen Riesling durch eine herzhaft-rassige und unverwechselbare Art. An einem mäßig geneigten Hang, auf einer Höhe von 350 bis 390 Meter und in voller Südexposition reift der Pulvermächer ungehindert zur nächsten Preisverleihung heran.PB20131209 

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