Phosphor

  Chemisches Element (P) mit großer Bedeutung für biochemische VorgängePhosphor hat für viele biochemische Vorgänge in der Pflanze (und Lebewesen generell) eine grundlegende Bedeutung z. B. für den Stoffwechsel u. a. bei der Energieübertragung im Citratzyklus von ADP zu ATP, ebenso bei der Photosynthese, in der DNA/RNA als Brücke zwischen zwei Ribosen oder als Bestandteil von Lipiden zur Kontrolle der Eigenschaften und der Stabilität von Zellmembranen, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Pflanze muss also in irgendeiner Form zuverlässig Phosphor aufnehmen können.Phosphor kommt im Boden als Phosphat vor, das entweder aus der Verwitterung von Apatit (Sammelbegriff für phosphorhaltige Mineralien) stammt, oder aus der Zersetzung von organischem Material. Die Verfügbarkeit des Phosphates hängt von seiner Löslichkeit ab. Bereits im Boden in Wasser gelöstes Phosphat (Orthophosphationen) kann von der Pflanze direkt aufgenommen werden, labiles bzw. stabiles Phosphat ist an bestimmte Mineralien mehr oder weniger locker gebunden und wird durch komplexe Vorgänge im Boden erst nach und nach verfügbar, was seine Zeit braucht. Zeigen Pflanzen Phosphormangelerscheinungen, bedeutet das zunächst nicht, dass auch der Boden einen Mangel an Phosphaten aufweist, sondern dass diese evtl. zwar vorhanden, aber nicht verfügbar sind. Mangelerscheinungen liegen vor, wenn sich - wie z. B. bei der Rebe - die Blätter vom Rand her bräunlich verfärben und der Fruchtansatz zurückgeht, wie das Rebenwachstum allgemein beeinträchtigt ist. Bei Mangelerscheinungen muss nach einer gründlichen Bodenanalyse ggf. gezielt mit Phosphaten (PO4---) gedüngt werden.PB20131120

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