Phloem

 Siebteil des Rebstocks  Das Phloem wird vom Kambium nach außen entwickelt und ist hauptsächlich für den Transport von Assimilaten zuständig. Es bildet nach und nach den Bast bzw. die Rinde der verholzenden Teile der Rebe aus und ist dann nicht mehr funktionsfähig. Nach innen bildet das Kambium das Xylem (das Holzteil mit den Tracheen als Wasserröhrchen), wo der Wassertransport stattfindet. Das Phloem ist ein durchaus anfälliges Gebilde, weil durch äußere Verletzungen Krankheitserreger (z. B. Phytoplasmen) eindringen können, die sich in den Siebröhren gut vermehren und über die Transportwege die ganze Pflanze erreichen. Eine noch nicht hinreichend untersuchte Beeinträchtigung des Phloems besteht in seiner frühzeitigen Verstopfung (Kallose), wodurch die Beeren nicht mehr versorgt werden und einschrumpeln (Traubenwelke). Die nicht mit der Stiellähme zu verwechselnde Erscheinung ist weder auf Viren, Phytoplasmen, Pilze noch andere Erreger zurückzuführen, sondern eventuell auf ein Zusammenspiel von Wüchsigkeit bestimmter Rebsorten(-Klone) mit der Holzausreife.  PB20131222

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