Pestizide

 Allgemeiner Begriff für Pflanzenschutzmittel, klassisch gegen tierische SchädlingeDas aus dem Englischen stammende Wort Pestizid weist hin auf den ursprünglichen Zweck, nämlich tierische Schädlinge (in der Landwirtschaft) zu bekämpfen (pests = Schadtiere). Eine feinere Einteilung wird dadurch getroffen, dass man unterschiedliche Tierarten mit unterschiedlichen Mitteln bekämpft: Insektizide gegen Insekten, Akarizide gegen Milben, Molluskizide gegen Schnecken etc. Die Erweiterung des Begriffes Pestizide auch auf pflanzliche oder mikrobiologische Schädlinge ist neueren Datums und geht auf einschlägige US- und EU-Richtlinien zu diesem Thema zurück, womit z. B. Herbizide (gegen Kräuter) und Fungizide (gegen Pilze) eingeschlossen sind. Ebenfalls enthalten, aber dennoch abzugrenzen sind alle Mittel, die zwar nicht in der Landwirtschaft eingesetzt werden, aber gleichwohl gegen Organismen aller Art gerichtet sind z. B. gegen Ungeziefer etc., die man dann als Biozide bezeichnet.Im Weinbau haben nach wie vor Fungizide die größte Bedeutung, gefolgt von Insektiziden, die jedoch wegen alternativer Methoden immer mehr zurückgehen, Herbizide spielen praktisch keine Rolle mehr. In Weinkellern werden bisweilen Biozide bei Schimmelpilzbefall eingesetzt z. B. gegen Cladosporium, Penicillium, Trichoderma, Acreminium, Aspergillus, Geotrichum und diverse Hefen. Was dort früher mit jährlich zu erneuernden Kalkanstrichen verhindert wurde, erledigen heute z. B. spezielle (nano-)silberhaltige Anstriche, denen weitere Wirkstoffe beigemischt werden.PB20131117

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