pergolaerziehung, perglerziehung

 Horizontale Reberziehung Die heute in unseren Breiten zum Beispiel noch in Norditalien (Südtirol) verbreitete Erziehungsmethode mit Pergln eignet sich wegen der erzielbaren hohen Erträge besonders für die Gewinnung von Tafeltrauben, aber auch für die Produktion einfacherer Weine. Das Prinzip der Pergolaerziehung ist die mehr oder weniger waagrechte Führung der Fruchttriebe über eine Gasse, wodurch eine Art Laubdach entsteht, durch das die Trauben nach unten hängen. Für den Aufbau gibt es mehrere Varianten: Die tragende Konstruktion besteht bei allen Arten in der Regel aus Holz-, Metall- oder Betonstickeln, während die unterschiedlich schräge, manchmal auch komplett horizontale, dachartige Unterstützung sowohl aus einzelnen Drähten, Holzlatten oder auch aus Drahtnetzen bestehen kann, wie teilweise in Südamerika oder im asiatischen Raum üblich. In Asien wird in einigen Regionen zur Tafeltraubenerzeugung traditionell mit Rundbögen aus gebogenen Holzruten als Unterstützung gearbeitet, sodass die Anlagen wie ein langgezogener Mini-Hangar wirken (Tunnelpergola). Ein Nachteil der Pergolaerziehung ist, neben den bereits erwähnten hohen Erträgen, die teilweise schlechte Besonnung der Traubenzone, aber auch die schlechte Mechanisierung einzelner Arbeitsgänge. Für die Produktion von Qualitätsweinen kommt die Erziehungsform heute kaum noch zur Anwendung und wird bei Neuanlagen komplett durch moderne Systeme ersetzt.PB20131220 

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