Parker-Punkte

 Weinbewertungssystem mit einer Höchstnote von 100 Punkten Weinjournalisten lieben es, Weine aus aller Herren Länder zu verkosten und schließlich mit einer Punktzahl zu versehen, die vielen Weinfreunden beim Kauf als Anhaltspunkt für die Qualität eines Tropfens dienen kann, aber durchaus auch dem Pushen von Preisen. International hat sich hier das 100-Punkte-System etabliert, dessen einflussreichste Variante auch Parker-Punkte genannt wird. Dieses System orientiert sich grob an den in den USA verwendeten Schulnoten (hier: Prozent der Erfüllung); es beginnt jedoch bereits bei 50 Punkten (an US-Schulen mit 60 Punkten). Hat ein vom Parker-Team bewerteter Wein weniger als 80 Punkte erreicht, sollte auf eine Werbung mit dem Ergebnis besser verzichtet werden. Die Bewertungstabelle sieht in der Übersetzung so aus:  50 bis 69 Punkte schlecht bis unterdurchschnittlich 70 bis 79 Punkte durchschnittlich 80 bis 89 Punkte überdurchschnittlich bis sehr gut 90 bis 95 Punkte hervorragend 96 bis 100 Punkte außerordentlich Robert Parker, im ursprünglichen Beruf Rechtsanwalt, hat sich mit der Zeit zu einem Weinbewertungs-Papst entwickelt. Wie bei allen Päpsten, ist dieser Status jedoch heftigst umstritten. Inzwischen (Ende 2012) hat Parker jedoch etwas überraschend angekündigt, sich aus der Bewertung des globalen Weinangebotes zurückziehen zu wollen, möglicherweise um sich mehr dem asiatischen Raum zu öffnen. Andere Spekulationen deuten daraufhin, dass er sich evtl. nun ausschließlich auf Gewächse aus dem Bordelais konzentrieren könnte. Wohin die Reise tatsächlich gehen wird und welche Folgen sich daraus für die Weinwelt ergeben werden, wissen wir allerdings nicht.PB20130314

Zurück