Parasiten

 Organismen, die andere Organismen als Wirt nutzen Es gibt eine Reihe von Insekten, Bakterien und auch Pilzen, deren Überlebensstrategie in der Nutzung anderer Organismen als Wirt besteht, wobei diese als Nahrungs- bzw. Energiequelle dienen. Man unterscheidet zwischen Parasiten, die entweder von lebendem oder von abgestorbenem Gewebe leben. Im Weinbau kommen beide Arten zum Tragen wie die Schlupfwespe, die mit ihrer parasitären Lebensweise jedoch zu den Nützlingen zählt. So legen zum Beispiel auf Blattläuse spezialisierte Schlupfwespenarten ihre Eier auf bis zu 200 Läusen ab; nach zwei Tagen schlüpfen die Larven und höhlen die Blattläuse förmlich aus. Andere, zum Beispiel auf Lebensmittelmotten spezialisierte Arten, wie die ebenfalls zu den Schlupfwespen zählenden Erzwespen, legen ihre Eier in die Eier dieser unangenehmen Motten, wo sich nach etwa 10 Tagen ausschließlich eine Erzwespe entwickelt hat; die Population der Lebensmittelschädlinge wird dadurch wirksam reduziert. Zu den Parasiten, die sich von abgestorbenem Material ernähren, gehören beispielsweise die bekannten Schadpilze Echter und Falscher Mehltau, die zunächst für das Absterben des Blattgewebes sorgen, bevor es dann als Energiequelle genutzt wird. PB20131215 

Zurück