Nützlinge

 Für den Weinbau nützliche Organismen In der Regel sind es Insekten, die man in Bezug auf ihre sehr gefragte Eigenschaft, Schädlinge zu vertilgen, als Nützlinge bezeichnet. Zu den räuberisch schützenden Nützlingen zählen (als Schutzräuber) die verschiedenen Raubmilbenarten, die sehr effektiv die Rote Spinne, die Kräuselmilbe u. a. bekämpfen; als so genannte Säuberungsräuber treten z. B. (vorwiegend) die Larven der Florfliege auf, die ebenfalls diverse Milben fressen, Ohrenkriecher (Ohrwürmer), die es vor allem auf Erdraupen abgesehen haben, außerdem Schlupfwespen, die ebenso wie Laufkäfer und Hundertfüßer an den Dickmaulrüssler gehen oder räuberische Wanzen, Spinnen und weitere Insekten wie räuberische (also nicht blattsaugende) Wanzenarten, die im Weinberg gegen Schädlinge antreten - wenn auch alle aus ureigenstem Interesse. Auch Marienkäfer mit unterschiedlicher Punktzahl, die sich mit Blattläusen und Milben beschäftigen, sind Nützlinge; sie sind jedoch, wenn sie in größerer Zahl bei der Traubenverarbeitung zerquetscht werden, für bestimmte Fehltöne im Wein verantwortlich. Weitere Nützlinge können bestimmte Fadenwürmer (Nematoden) sein, zumindest wenn sie ihrerseits keine Krankheiten übertragen, wie die durch Viren ausgelöste Reisigkrankheit, aber auch Bakterien können hilfreich sein wie z. B. der Bacillus Thuringiensis (gegen die Larven von Schadinsekten), der wie auch die o. g. Insekten gern im (ökologischen) Weinbau gezielt eingesetzt wird. Im erweiterten Kreis der Nützlinge finden sich u. a auch einige Vogelarten, die aber leider manchmal auch die Beeren einsammeln, wenn sie reif genug sind. Zudem machen sich im Weinberg auch noch Igel, Spitzmäuse, Fledermäuse und verschiedene Amphibien wie Kröten oder Eidechsen und viele andere Arten nützlich. PB20131027 

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