Niederschlag

 Meteorologischer Oberbegriff für Wasser, das in der Regel aus Wolken bis zum Boden gelangtMan unterscheidet Niederschläge danach, ob sie flüssig oder fest niedergehen, welche Unterform sie dann annehmen (z. B. Graupel), woher sie genau kommen (z. B. aus Wolken) und wo sie niedergehen (z. B. auf dem Boden). Für den Weinbau sind alle möglichen Niederschlagsformen von Bedeutung, sei es, wenn feste Niederschläge als Hagel auftreten (Schäden) oder - häufiger - als Schnee, oder sei es, dass schlichter Regen (in unterschiedlicher Intensität) fällt oder Tau auf den Pflanzen liegt bzw. Nebel im Weinberg steht. Für den Weinbau ist die Summe der Niederschläge über das ganze Jahr ebenso wichtig, wie die zeitliche Verteilung. Zwar geht die Rebe mit Wasser eher sparsam um und kann für eine gewisse Zeit Trockenstress aushalten (oder braucht ihn sogar), allerdings ist der Bedarf in bestimmten Vegetationsphasen eher höher, in anderen eher geringer.Der Niederschlag wird in der Einheit mm angegeben. Offiziell heißt es (sinngemäß): Die Einheit mm zeigt, wie hoch der Niederschlag in flüssiger Form stehen würde, wenn nichts versickert, abfließt oder verdunstet. 1 mm (gemessener) Niederschlag entspricht 1 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Die als Niederschlag in den Wetterstationen gemessenen Werte liegen für Baden-Württemberg im langjährigen Mittel bei rund 950 mm, die Schwankungsbreite lag in den letzten 100 Jahren bei 700 mm: 1921 war der Wert mit ca. 600 mm am niedrigsten, 1965 mit ca. 1.300 mm am höchsten, wobei die Niederschläge in Baden insgesamt etwas höher liegen als in Württemberg. PB20131025 

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