Neupflanzung (von Reben)

 Neuanlage bzw. Neugenehmigung von Rebflächen Rein technisch betrachtet folgt bei grundsätzlicher Eignung einer Fläche die Neupflanzung bzw. Neuanlage immer dem gleichen Schema, jeweils in Abhängigkeit von den örtlichen Bedingungen wie z. B. der Hangneigung oder dem Untergrund etc. Zur Neupflanzung gehört (die entsprechenden Erdarbeiten im Vorfeld vorausgesetzt) neben dem eigentlichen Setzen der Jungpflanzen samt Einzelunterstützungen und ggf. Verbissschutz das noch vorher durchzuführende Auszeilen mit festgelegten Gassenbreiten und die Anlage eines Erziehungssystems, das bei uns in der Regel als Drahtrahmenerziehung (Guyot) ausgelegt ist, in Steillagen eher als Einzelstockunterstützung.  Eine Neupflanzung hat allerdings auch eine rechtliche Komponente. So dürfen zunächst bis Ende des Jahres 2015 keine neuen Flächen zur Bestockung ausgewiesen bzw. genehmigt werden, allerdings mit einigen Ausnahmen, nämlich für Forschungszwecke oder im Zusammenhang mit der Vermehrung von Edelreisern. Außerdem sind in bestimmten Fällen weitere Ausnahmegenehmigungen möglich, z. B. wenn die geplanten Flächen im räumlichen Zusammenhang mit bestehenden Anlagen stehen und die Erzeugung von Qualitätswein aus festgelegten Rebsorten vorgesehen ist. Darüber hinaus muss eine wirtschaftlich sinnvolle Vermarktung (nachweislich) gewährleistet sein. Die dahingehenden Regelungen sind allerdings von Anbaugebiet zu Anbaugebiet unterschiedlich. Ist eine bereits einmal als Ertragsfläche genehmigte Anlage wieder gerodet, muss sie innerhalb einer bestimmten Zeit (ebenfalls nach Anbaugebiet verschieden) neu bestockt werden, damit keine grundsätzlich neue Genehmigung fällig wird. Pflanzrechte sind dabei innerhalb der Frist auf Antrag übertragbar. Seit 1986 gibt es nach EU-Verordnung in jedem Mitgliedsland eine Weinbaukartei, in die jede Rebfläche, die im Ertrag steht, eingetragen sein muss. Existieren Rebflächen, die gesetzeswidrig dort noch nicht eingetragen sind, muss bei der Anmeldung dieser Flächen geprüft werden, ob sie den entsprechenden Verordnungen und Bestimmungen entsprechen. PB20131024 

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