Netz (Vogelabwehr)

 Mechanischer Schutz der Rebzeilen gegen Vogelfraß Mit zunehmender Reife der Weinbeeren interessieren sich vor allem Vögel für die süßen Früchte. Neben verschiedenen akustischen und optischen Systemen zum Vergrämen der Tiere, wie es offiziell heißt, hat sich besonders der Schutz der Rebzeilen durch Netze bewährt, auch wenn die Methode im Vergleich durchaus kosten- und arbeitsintensiv ist. Solche Netze gibt es in unterschiedlichen Maschenweiten, die in Abhängigkeit von der bedrohenden Vogelart (Stare, Wacholderdrosseln, Schwarzamseln, teilweise Krähen etc.) gewählt wird. Übliche Größen sind von 10 bis 25 maximal 30 mm Maschenweite bei einer Fadenstärke von mindestens 1 mm. Die Netze werden je nach Bedarf in einer Breite bis etwa 25 m angeboten (z. B. für eine eigentlich nicht überall empfohlene Flächenbespannung), bei Längen bis etwa 200 m. Die Netze bestehen aus UV-stabilem, reiß- und wetterfestem Polyethylen und sollten blau eingefärbt sein.  Offiziellen Empfehlungen zum Anbringen von Vogelschutznetzen zufolge (LWG Bayern), sollen nur besonders gefährdete Lagen in der Nähe von Waldrändern, Gebüschen oder Wohngebieten mit Netzen ausgestattet werden. Gegenüber der Flächenbespannung über mehrere Zeilen hinweg wird zur Schonung der Tiere (gesetzliche Regelungen) eine Seitenbespannung nur auf Höhe der Traubenzone empfohlen, also mit schmalen Bahnen, was gleichzeitig einen besseren Schutz vor Wespen gewährleistet. Die Bespannung soll zum Boden etwa 40 cm Abstand halten und nur ausnahmsweise in besonders gefährdeten Gebieten straff gespannt bis auf den Boden reichen und dort so verankert werden, dass keine Maschen auf dem Boden liegen und sich evtl. Igel oder Kleintiere darin verfangen oder verletzen können. Aus eben diesem Grund müssen die Netze unmittelbar nach Gebrauch aus dem Weinberg entfernt werden. PB20131027

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