Nematoden

 Kleine Fadenwürmer, im Weinbau als Krankheitsüberträger oder direkte Schädlinge aktivEine der bekanntesten und gleichzeitig gefürchtetsten Rebkrankheiten, die von im Boden lebenden Nematoden übertragen werden, ist die Reisigkrankheit, die sich durch vergilbtes Laub, trockene Triebe, geringen Fruchtansatz etc. bemerkbar macht. Diese von Viren verursachte Krankheit ist bislang nicht zu behandeln und wenn der Rebstock es nicht mit eigenen Abwehrkräften schafft, die Viren zu bekämpfen, stirbt er nach einer gewissen Zeit ab. Die Nematoden fungieren in diesem Fall als Überträger der Viren, die alternativ auch beim Pfropfen von infizierten Edelreisern in die Pflanze gelangen können. Die Nematoden ernähren sich fast ausschließlich vom Saft in den Wurzelzellen der Reben; im Zug der Nahrungsaufnahme mit dem Mundstachel der Nematoden gelangen die Viren schließlich in die Wurzelzellen, wo deren Erbgut freigesetzt, von der Zelle vermehrt und in der Pflanze verteilt wird.Bestimmte Nematoden-Arten treten auch direkt als Schädlinge auf, indem sie durch übermäßige Fraßschädigung an den Wurzeln (Gallenbildung) die Wasser- und damit die Nährstoffaufnahme verhindern, was ebenfalls zum Absterben des Rebstocks führen kann. Im Vergleich zur Reisigkrankheit treten solche Schädigungen jedoch eher selten auf.PB20132024  

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