Nekrosen

  Bei Pflanzen abgestorbene Gewebeteile Die oft durch Mangel, Schädlinge oder Pilz- bzw. Virenerkrankungen hervorgerufenen Stellen sind am ehesten an den Blättern der Rebe zu beobachten. Dabei verfärben sich die zunächst gesunden grünen Blattteile je nach Auslöser und Farbe der Sorte zunächst meist gelb oder rot und gehen dann in braun bis leicht lila und später in schwarz-grau über. Bisweilen werden nur die kleineren punktförmig abgestorbenen Flächen als Nekrosen bezeichnet, manchmal aber auch solche, wie man sie von Mangelerscheinungen z. B. der Chlorose her kennt. Beispiel für punktförmiges Auftreten: Eine in den letzten Jahren verstärkt auftretende Krankheit ist die so genannte Schwarzfäule, ein Pilz, der vor etwa 130 Jahren aus Amerika nach Europa kam und seither eher sporadisch in geeigneten Weinanbaugebieten auftrat. Die seit 2003 beobachtete Zunahme der Infektionen wird mit einiger Sorge zur Kenntnis genommen, denn der Pilz kann den Ertrag um weit mehr als die Hälfte senken, in besonders ungünstigen Fällen sogar bis zu 80 %. Die grau-braunen Nekrosen auf den Blättern sind zwischen 0,5 und 1 cm groß, rund und gegen das gesunde Grün mit einem dunkelbraunen Rand scharf abgegrenzt. Ähnlich große, aber länglich geformte Nekrosen bilden sich auch auf den jungen Trieben. An den Beeren nehmen die Flächen bei Befall zunächst eine rosa Farbe an, die dann mit der Zeit grau-braun werden, die Haut wird zudem schrumpelig und trocknet ein. Mehr zu dieser Krankheit unter dem Stichwort Schwarzfäule.PB20131014 

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