Natamycin

 Behandlungsmittel gegen Hefen und Schimmelpilze Natamycin (E 235) ist ein Antimykotikum, das außer bei der Behandlung einiger Käserinden zum Zweck der Konservierung und zum Pökeln bestimmter Wurstsorten im Bereich von Lebensmitteln, zumindest in der EU, nicht eingesetzt werden darf. In einigen Ländern wie Südafrika ist es jedoch erlaubt, den Stoff z. B. zur Konservierung von Fässern zu verwenden, so dass immer wieder Weine auftauchen, die Rückstände von Natamycin enthalten. Seit allerdings im Jahr 2009 nach konkreten Untersuchungen durch einige Landesuntersuchungsämter eine größere Zahl solcher Weine aus Südafrika (und auch aus Argentinien, wo es komplett verboten ist) entdeckt wurde, ist das Problem durch entsprechende Maßnahmen der lokalen Behörden in den betreffenden Länder recht gut unter Kontrolle. Generell darf z. B. in Südafrika Natamycin nicht in Weinen enthalten sein, die in den Export gelangen, was mit einer Art Zertifikat von einigen Erzeugern bestätigt wird. Der Grenzwert liegt in Deutschland seit 2010 aus technischen Gründen bei 5 Mikrogramm pro Liter Wein. PB20131018

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