Nachgärung

 Unerwünschte erneute Gärung oft erst nach der Abfüllung Eine Nachgärung im Sinn einer erneut aufflammenden Gärung in einem eigentlich bereits fertigen (und oft bereits abgefüllten) Wein ist meist auf unsauberes Arbeiten bzw. zu geringe Schwefelgabe vor der Abfüllung zurückzuführen. Ab einer gewissen Anzahl noch aktiver Hefezellen können diese eventuell vorhandenen (Rest-)Zucker vergären, was an Hefe-Trübungen und Kohlensäurebildung zu erkennen ist. Dieser Vorgang kann bei restsüßen Weinen auch im Tank oder Fass, also noch vor der Abfüllung in Gang kommen, was in der Regel erhebliche mikrobiologische und damit geschmackliche Beeinträchtigungen zur Folge hat. Ebenfalls als Nachgärung wird manchmal der letzte Teil der Hauptgärung bezeichnet, also das langsame Ausklingen der Tätigkeit der Hefen. Was hingegen nicht mit diesem Begriff belegt werden sollte, ist der Biologische Säureabbau (BSA). Denn dieser auch malolaktische Gärung genannte Vorgang beruht nicht auf einer primären Vergärung von Zucker zu Ethylalkohol, sondern auf der Umwandlung von Apfel- zu Milchsäure.   PB20131017

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