mykorrhiza-pilze

 Bodenpilze, die an Wurzeln siedeln und mit Pflanzen (der Rebe) eine Symbiose eingehen Die Symbiose, die die Rebe mit den in bestimmten Bodentiefen an den Wurzeln siedelnden Mykorrhiza-Pilzen eingeht, fördert vor allem die Aufnahme von Phosphor, aber auch von Stickstoff, was das Wachstum der Rebe positiv beeinflusst. Die Aufnahme der Nährstoffe bewerkstelligt der Pilz über Hyphen, die den Boden durchwuchern. Im Gegenzug liefert die Pflanze den Pilzen Assimilate aus der Photosynthese, da sich die Pilze in Ermangelung bestimmter Enzyme nicht selbst versorgen können. Als weiterer positiver Effekt der Mykorrhiza-Pilze gilt ein gewisser Schutz der Rebwurzel z. B. vor Läusen und Schadpilzen.Weinbergsböden mit relativ geringer Bio-Aktivität werden zur Förderung des Rebwachstums seit einiger Zeit gezielt mit Mykorrhiza-Pilzen infiziert. Auch wurde in Versuchen mit roten Rebsorten bei einer Inokulation (Impfung) der Wurzeln mit den Pilzen eine deutliche Zunahme des Polyphenolgehaltes in den Beeren festgestellt, allerdings bei gleichzeitig etwas erhöhter Anfälligkeit gegen Pilzbefall auf Trauben und Blättern.PB20150423

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