Mutation

 Spontane Veränderung des Erbguts Man unterscheidet bei Mutationen zunächst, ob es eine Veränderung an den Genen oder den Chromosomen gegeben hat. Weiter unterschieden wird, ob eine Mutation überhaupt an die Nachkommen weitergegeben wird, welches ihre Ursache ist, wie die Veränderung abläuft und welche Auswirkungen an welcher Stelle der Pflanze / des Organismus dadurch entstehen. Auch im Bereich der Reben sind Mutationen oft zu beobachten, bei manche Rebsorten mehr, bei anderen weniger. So ist zum Beispiel der Spätburgunder eine sehr mutationsfreudige Sorte, wie wir aus der Existenz diverser Burgundersorten wissen, die alle durch spontane Veränderungen des Erbgutes ihres Urvaters entstanden sind.  Einen großen Einfluss hat diese Mutationsfreudigkeit gerade auch auf die Klonselektion, die dadurch auf ein breit gefächertes Angebot unterschiedlicher Typen zurückgreifen kann, wobei sich die Klone hauptsächlich in Traubenform, Reifeverhalten, Resistenz bzw. Anfälligkeit gegenüber Krankheiten unterscheiden. In der Folge hat das auch Auswirkungen auf den daraus bereiteten Wein - die Wahl der Klone, die durch spontane Mutationen bestimmte Ausprägungen zeigen, kann für einen einzelnen Erzeuger mit seinen speziellen Anbaubedingungen demzufolge durchaus entscheidend sein. Eine ganze Reihe weinbaulicher Maßnahmen muss dann allerdings an die Eigenschaften der Klone angepasst werden.PB20130817

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