Mostgewicht

 Gibt den Zuckergehalt eines Mostes an Die Menge des in die Beeren bis zur Lese eingelagerten Zuckers (Glucose und Fructose zu ungefähr gleichen Teilen) ist nach dem deutschen Prädikatssystem nach wie vor der ausschlaggebende Qualitätsfaktor. Weine ohne Prädikat dürfen hingegen innerhalb festgelegter Grenzen angereichert werden (siehe dort), was das ursprüngliche Mostgewicht erhöht und somit eine höhere Alkoholausbeute ermöglicht.Die in den Beeren (oder nach Anreicherung im Most) enthaltene Zuckermenge wird angegeben als Mostgewicht, das relativ einfach gemessen werden kann, entweder als Dichteverhältnis z. B. mit einer Mostwaage (siehe dort) oder mit einem (Hand-)Refraktometer, der den Zuckergehalt über die Lichtbrechung ermittelt und anhand einer Skala in einer gängigen Einheit ausdrückt. Die in Deutschland übliche Einheit für das Mostgewicht ist Grad Oechsle (° Oe), in anderen Ländern werden ähnliche, zum Teil ältere Einheiten verwendet z. B. Balling, Brix, Baumé oder Klosterneuburg. Details zu den Einheiten siehe jeweils unter diesen Stichpunkten.  PB20130814

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