modrig

  Bezeichnung für einen Weinfehler, gemahnt an feuchten Waldboden Eigentlich ist im Wald für modrige, erdige und sonstwie bodenartige Gerüche wie auch schimmlig-pilzige Noten der bicyclische Alkohol Geosmin verantwortlich, der von verschiedenen Bakterien produziert werden kann und recht unangenehm herüberkommt. Dass die im Wein als muffig-modrig erscheinenden Noten ebenfalls darauf zurückzuführen sein können (z. B. durch pilzfaules Lesegut etc.) ist seit längerer Zeit nachgewiesen, der Übergang zum klassischen Korkton (TCA) ist aber fließend und damit ist auch die Möglichkeit von Verwechslungen gegeben. Auf diese Weise lässt sich eventuell auch die hohe Zahl vermeintlicher Korkschmecker erklären, die je nach Quelle mit 4 bis sogar 8 Prozent aller mit Korken verschlossenen Weinflaschen angegeben werden (TBA bei anderen Verschlussarten nicht mitgerechnet). In der Tat wurde bei einer groß angelegten Versuchsreihe im Jahr 2010 in Klosterneuburg festgestellt, dass bei der konkreten Suche nach beiden Stoffen weit mehr Geosmin als TCA gefunden wurde und die muffige Anmutung auch darauf zurückzuführen war. PB20130813 

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