Mikroorganismen

 Sehr kleine, meist einzellige LebewesenWir unterteilen Mikroorganismen an dieser Stelle nur grob und auch nicht streng wissenschaftlich, dafür aber in aller Kürze in Viren, Bakterien, Hefen und Pilze (lassen Algen weg) und nennen dazu exemplarisch jeweils einige Vertreter und wie sie mit unserem Thema Wein zusammenhängen. Dabei kommt es zwangsläufig zur Gegenüberstellung von für uns in diesem Zusammenhang nützlichen und weniger nützlichen Mikroorganismen. Für weitergehende Informationen über wissenschaftliche Details wie Stoffwechsel, allgemeiner Aufbau oder Vermehrung verweisen wir ausnahmsweise auf alternative Quellen oder auf Angaben in diesem Glossar unter dem jeweiligen Stichwort.Viren gelten allgemein als Verursacher vieler Rebkrankheiten, zum Beispiel der Blattrollkrankheit, der Reisigkrankheit und dutzender anderer bedrohlicher Störungen. Der beste Schutz gegen Viren ist eine Stärkung der Pflanze und die Vermeidung von möglichen Infektionsstellen. Bakterien sind ebenfalls Krankheitserreger (Mauke, Essigfäule etc.), aber auch sehr nützlich zum Beispiel in den Weinbergsböden, wo sie Nährstoffe aus dem Humus erst pflanzenverfügbar machen. Manche sind beides; wie die Milchsäurebakterien, die einerseits zuständig sind für den (gewollten) Biologischen Säureabbau, aber auch unangenehme Fehltöne produzieren können (Mäuseln etc.). Hefen sind eigentlich einzellige Pilze, die sehr gefragt sind, solange sie auf reintönige Weise Zucker in Ethylalkohol umwandeln (Saccharomyces cerevisiae), aber weniger, wenn sie wie Brettanomyces bruxellensis den Wein in einen Wust tierischer Übelgerüche verwandeln (Brett). Bleiben alle anderen Pilze; Mehltau, ob Echten oder Falschen, will kein Winzer und Roten Brenner oder Graufäule auch nicht, wobei diese für manche Weine durchaus gefragt sein kann, dann heißt sie (der Botrytispilz) aber Edelfäule. Auch Kellerschimmel gilt als nützlich; man traut ihm zu, die Luftfeuchtigkeit zu regulieren, ohne unangenehme Gerüche zu verbreiten.PB20130811

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