Methanol

 Einfachster Alkohol, in sehr geringen (ungiftigen) Mengen im Wein vorhandenIn Pflanzen kommt Methanol natürlicherweise in gebundener Form sowohl in Stützgewebe wie Lignin oder Pektin, aber auch in Farbstoffen vor. Ein nicht unbeträchtlicher Teil des Methanolgehalts von Weinen ist auf den Pektinabbau während der Maischestandzeit zurückzuführen, was erklärt, warum Rotweine durch die Bank höhere Gehalte aufweisen. Auch während der Gärung, also mit der Umwandlung von Zucker zu Ethylalkohol, entsteht eine allerdings sehr kleine Menge Methanol als Nebenprodukt. Je nach Weinart können im Wein zwischen etwa 20 bis rund 200 mg Methanol pro Liter enthalten sein. Ungleich höher ist der Methanolgehalt übrigens bei Spirituosen, wo sich bezogen auf Wein gut und gern die zehnfache Menge findet.Das Gefährliche an Methanol ist allerdings nicht das Methanol selbst; vielmehr wirken die Abbauprodukte Formaldehyd und Ameisensäure toxisch im menschlichen Körper. Wenn das für den Abbau zuständige Enzym (ADH) jedoch bereits mit dem Abbau von Ethanol kämpft, wird das Methanol unverändert wieder aus dem Körper ausgeschieden, weshalb der Grad der Giftigkeit von Methanol immer an die gleichzeitig vorhandene Ethanolmenge gebunden ist - mit ein Grund dafür, warum Spirituosen, zumindest in moderaten Mengen, einigermaßen sicher konsumiert werden können.PB20130810

Zurück