Metaweinsäure

 Pulverisierte Weinsäure (E 353) zur WeinsteinstabilisierungMetaweinsäure wird durch Erhitzung von Weinsäure auf über 170 °C (Dehydrierung) hergestellt und als Pulver oder in Platten gepresst unmittelbar vor der Abfüllung in den Wein gegeben. Man will so die Bildung von Tartrat-Kristallen auf der Flasche verhindern. Die Höchstbehandlungsmenge ist nach EU-Verordnung auf 10 mg Metaweinsäure pro 100 Liter Wein begrenzt. Die damit zu erzielende Weinsteinstabilität ist von mehreren Parametern abhängig, u. a. vom Veresterungsgrad (mit sich selbst) beim Erhitzen, aber auch wesentlich von der Lagertemperatur der damit behandelten Weine und deren Kaliumgehalt. Bei Lagertemperaturen von 10 bis 12 °C können Weine bis zu zwei Jahre stabil bleiben, bevor die Metaweinsäure wieder zu Weinsäure zerfällt (hydrolytische Spaltung), bei rund 15 bis 18 °C etwa ein Jahr. Diese Art der Weinsteinstabilisierung eignet sich demzufolge nur für sehr jung zu trinkende, verhältnismäßig einfache Weine. PB20130919

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