Messwein

 Wein für die Feier der Heiligen Messe Der Messwein geht auf die Verwendung von Wein (und Brot) beim letzten Abendmahl zurück, wobei Jesus seinerzeit bereits auf bestehendes jüdisches Brauchtum zurückgegriffen hatte. Für Messwein gibt es seit jeher strenge Vorschriften, was Beschaffenheit und Echtheit anbelangt, was erklärt, warum im christlichen Umfeld - besonders in Klöstern - zur Sicherung der Qualität und wegen des durchaus hohen Bedarfs eigener Weinbau betrieben und gefördert wurde. Die Reinheit des Messweins gilt als ein unabdingbares Erfordernis für die so genannte Transsubstantiation, was die Wandlung von Wein (und Brot) in das Blut (und den Leib) des Gottessohnes in der Heiligen Messe bezeichnet. Seit dem 15. Jahrhundert darf neben Rot- auch Weißwein zum Einsatz kommen. Wesentlich für die Eignung als Messwein ist aber nach wie vor seine Unverfälschtheit und Reinheit, was im Wesentlichen bedeutet, dass der Alkoholgehalt nicht durch Chaptalisierung (also durch nachträglichen Zuckerzusatz) erhöht wurde. Das Spriten mit Ethylalkohol, der aus Wein gewonnen wurde, ist dagegen erlaubt. In jüngerer Zeit wird mehr und mehr zumindest teilweise auch auf Traubensaft zurückgegriffen, was besonders für alkoholkranke Priester, aber auch solchermaßen beeinträchtigte Gläubige - zumindest im Fall einer eher seltenen Kelchkommunion - als Fortschritt bezeichnet werden kann.Nachtrag: Seit Herbst 2014 muss ein Messwein nur noch den Qualitätskriterien eines deutschen QbA entsprechen, darf aber auch aus dem Ausland stammen, wenn er diese Vorgabe erfüllt. Dies geht aus einem Beschluss des Ständigen Rates der Deutschen Bischofskonferenz hervor, der die Messweinverordnung von 1976 damit zu einem Gutteil aufhebt.PB20130917

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