Membranpressen

 Pneumatisch arbeitende, diskontinuierliche Weinpresse zur schonenden TraubenverarbeitungDas Prinzip einer pneumatischen Membrantankpresse besteht darin, dass ein Luftsack im Inneren des Tanks aufgeblasen wird, der das Traubengut über die gesamte Tanklänge großflächig und schonend zusammendrückt. Man unterscheidet dabei zwischen halboffenen und geschlossenen Systemen. Halboffen bedeutet, dass ein Teil der Tankwand mit kleinen Schlitzen für den Saftablauf versehen ist, wobei größere Teile wie Kerne, aber auch Schalen zurückgehalten werden; als Nachteil gilt der dabei entstehende Sauerstoffkontakt. Geschlossene Membranpressen haben einen meist zentralen Ablauf des Saftes nach innen; dadurch kann der Tank mit einem schützenden Inertgas befüllt werden, was Sauerstoffkontakt vermeidet und deshalb geeignet für Maischestandzeiten ist. Gute geschlossene Membranpressen verfügen darüber hinaus über eine zentrale Befüllung, zwei gegeneinander drückende Säcke, geeignete Saftabläufe (bei Bucher z. B. dreieckig), Reinigungs-, Kühlungs- und Lockerungsfunktion. Zudem sollten die Pressen über verschiedene Pressprogramme verfügen, um den Pressvorgang an die Erfordernisse des jeweiligen Traubengutes z. B. bezüglich Druck oder Dauer des Pressvorgangs anzupassen.PB20130916

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