mehrwertige Alkohole

 Alkohole mit mehreren HydroxygruppenDie Wertigkeit eines Alkohols bemisst sich nach der Anzahl von Hydroxygruppen innerhalb eines Alkoholmoleküls. Neben diversen Trivialnamen gibt es, wie für alles in der Chemie, eine Nomenklatur, die festlegt, wie ein mehrwertiger Alkohol bezeichnet werden muss. Ein für den Weinbereich sehr wichtiger mehrwertiger Alkohol ist das Propan-1,2,3-triol, besser unter dem Trivialnamen Glycerin bekannt. Propan heißt das dem Alkohol zugrunde liegende Alkan, 1,2,3 gibt an, an welchen Stellen sich die Hydroxygruppen befinden und -triol sagt, dass Glycerin dreiwertig ist. Mit der Wertigkeit verändern sich auch die Eigenschaften eines Alkohols. So steigt mit der Anzahl der Hydroxygruppen die Wasserlöslichkeit und der Siedepunkt, weil damit die Fähigkeit, Wasserstoffbrücken zu bilden, zunimmt. Allerdings nehmen diese Eigenschaften mit der Länge eines Alkoholmoleküls wieder ab. Im Wein sind je nach Art zwischen ca. 5 und 25 g/l mehrwertige Alkohole enthalten, das meiste davon ist Glycerin. Ein anderer mehrwertiger Alkohol hat freilich im Wein gar nichts zu suchen, nämlich das Glycol, ein zweiwertiger Alkohol, der sich wie Ethanol vom Ethan ableitet. Glycol wurde 1985 im Zuge des hinreichend bekannten österreichischen Weinskandals in der Form von Diethylenglykol (siehe dort) dem Wein beigegeben, um ihm mehr Körper zu verleihen. PB20130827

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