Luxemburg

 Kleines Großherzogtum mit Weinbau zwischen Belgien, Frankreich und Deutschland Die luxemburgischen Rebflächen erschöpfen sich mit den im süd-östlichen Teil des Landes gelegenen Moselhängen samt Nebenfluss Sauer (franz. Sûre), die den Formationen im benachbarten Deutschland durchaus ähneln. Das auch als Mieselerland bezeichnete Gebiet ist etwa 1.250 Hektar groß, es dominiert der hier Rivaner genannte Müller-Thurgau mit fast 30 Prozent Flächenanteil; es folgen die Burgundersorten Auxerrois und Weißburgunder mit je etwa 14 Prozent, erst dann folgt der die deutsche Mosel beherrschende Riesling mit ca. 12 Prozent. Die einzige rote Sorte von Bedeutung ist Spätburgunder mit knapp 7 Prozent. Der früher hier übermächtige Elbling nimmt heute nur noch eine Fläche von rund 9 Prozent ein und dient wie eh und je fast ausschließlich der Produktion von Crémant. Die Luxemburger verfügen über ein eigenes Qualitätsweinsystem, genannt Marque Nationale des Vins luxembourgeois, das seit 1935 Herkunft und Qualität garantiert. Die Weine werden staatlicherseits nach dem 20-Punkte-System bewertet und nach erreichter Punktzahl bestimmten Kategorien zugeordnet: ab 12 Punkten wird das Basis-Siegel vergeben, ab 14 heißt die Qualität Vin classé, ab 16 Premier Cru und ab 18 Grand Premier Cru. Darüber hinaus sind seit Anfang des neuen Jahrtausends Spätlesen bezeichnet (Vendanges Tardives), Eisweine (Vin de Glace) und Vin de Paille (Strohwein, Wein aus Trauben, die auf Strohmatten getrocknet wurden). Für Schaumweine gibt es seit 1991 eine eigene Appelation Crémant de Luxembourg, wenn sie nach der traditionellen Methode hergestellt wurden. PB20130801    

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