löß, löss

 Bodenart mit feiner Körnung (vorwiegend Schluff)Das Wort Löß oder Löss stammt aus dem alemannischen Wort lösch, was locker bedeutet. Löß ist ein ocker- bis graufarbenes, leicht zerreibbares Lockergestein, das sich als Flugstaub abgelagert hat und deshalb nicht geschichtet ist. Gebildet hat sich der Staub durch mechanische Zerstörung größerer Brocken. Bekannt sind in Deutschland Löß-Sedimente aus einer Zeit vor ca. 2,5 Mio. Jahren bis zur letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren, in China entsteht zurzeit Löß durch Ausblasungen aus der Wüste Gobi und Ablagerungen an geschützten Orten. Überall dort, wo aus dem Löß durch Verwitterung Kalk ausgewaschen wird, entsteht Lößlehm.Löß besteht zum größten Teil (50 bis 70 Prozent) aus Quarzit, der Rest sind hauptsächlich Tonmineralien, Kalk und Feldspat. Für den Weinbau können Lößböden von Vorteil sein, weil sie viele Mineralstoffe enthalten und meist gut durchlüftet sind. In deutschen Weinbaugebieten finden sich Lößböden vor allem am Kaiserstuhl (bis zu 30 m mächtig) und in der Gegend um Würzburg, ansonsten in einem breiten Band in Ost-West-Richtung von Sachsen bis Niedersachsen an den Hängen der Mittelgebirge. PB20130725

Zurück