lohnversektung

 Herstellung von Schaumwein im Lohnverfahren  Bei der Lohnversektung werden Grundweine eines Weingutes von einem externen Dienstleister außerhalb des Weingutes zu Schaumwein verarbeitet. Anschließend bringt das betreffende Weingut das fertige Produkt unter seinem Namen und seiner Verantwortung in Verkehr. Dieses relativ häufig verwendete Modell ermöglicht es auch kleineren Weinbaubetrieben, ihren Kunden eigenen Schaumwein vor allem nach technisch aufwändigen Herstellungsverfahren anzubieten. Als Hersteller wird das Weingut auf dem Etikett genannt, das die Herstellung auf seine Rechnung in Auftrag gibt. Ansonsten heißt es hergestellt (oder versektet) von oder hergestellt für. Eine Sonderregelung betrifft Sektkellereien, die selbst Auftraggeber sind. Wenn auf dem Etikett bereits das Wort Sektkellerei genannt wird, entfällt die gesonderte Herstellerangabe. Dies allerdings nur, wenn die Herstellung auf dem Betriebsgelände der Sektkellerei geschieht. Wenn nicht, muss der Herstellungsort genannt werden. Liegt dieser Ort außerhalb Deutschlands (innerhalb der EU), muss das Mitgliedsland genannt werden. Eine Alternative zur Lohnversektung ist das Herstellen (lassen) einer Hausmarke. Dabei wird der Grundwein an den Hersteller verkauft,  der den Schaumwein herstellt und als fertiges Produkt an das Weingut als Hausmarke zurückverkauft. PB20150422

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