Lohnabfüllung

 Abfüllung unter Verantwortung eines Abfüllbetriebs, der nicht der Erzeuger ist Hauptsächlich kleinere Weingüter, für die sich eine eigene Abfüllanlage nicht rentiert und eine Abfüllung von Hand zu aufwändig ist, lagern den Vorgang der Abfüllung manchmal inkl. Konfektionierung und Verpackung an ein Lohnunternehmen aus. Dieser Vorgang ist im Weingesetz streng geregelt, weil dem Lohnabfüller damit eine Reihe steuerlich und lebensmittelrechtlich relevanter Aufgaben samt Verantwortung übertragen werden. Da bei allen Weinen, die aus der EU stammen, auf dem Etikett eine Angabe über den Abfüller gemacht werden muss, ist auch die Angabe für den Fall einer Lohnabfüllung in einer EU-Verordnung definiert. Wenn ein Lohnabfüller mit einer mobilen Anlage zum Betrieb des Erzeugers kommt, kann der Erzeuger mit der dann gemieteten Anlage vor Ort selbst abfüllen, es liegt keine Lohnabfüllung im klassischen Sinn vor. Gibt der Erzeuger jedoch die Verantwortung für die Abfüllung ab, handelt es sich um eine Lohnabfüllung, egal wo diese stattfindet. Wird Wein mit Tankwagen in einen Abfüllbetrieb gefahren, muss unterschieden werden, ob der Wein z. B. in einer vom Erzeuger gemieteten Anlage (unter Eigenbetriebsbedingungen) abgefüllt wird oder komplett fremd.Für eine externe Abfüllung unter Eigenbetriebsbedingungen muss eine Reihe von Voraussetzungen vorliegen, die für den Begriff der Lohnabfüllung jedoch nicht relevant sind. Wird der Wein extern von einem Lohnunternehmen unter dessen Verantwortung abgefüllt, muss die Angabe gefüllt für ... oder - bei Nennung des Lohnfüllers - gefüllt für ... von ... erfolgen, bei Bag-in-Boxes kommt noch der Begriff Verpacker ins Spiel. Weine, die als echte Lohnabfüllung auf die Flasche gekommen sind, können die Zusatzbezeichnungen Erzeuger-, Guts und Schlossabfüllung nicht führen, eine Schlossabfüllung sieht darüber hinaus die Abfüllung auf dem Gelände des produzierenden Betriebes vor.PB20130801 

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