lockerbeerig

 Lockere Anordnung der Beeren am Stielgerüst Ob die Beeren im Endstadium der Reife eher größere oder eher kleinere Abstände zueinander haben, ist entweder rebsortenabhängig oder das Ergebnis von kräftiger Verieselung während der Blüte. Vor Reifebeginn - also zum so genannten Traubenschluss - sind bei den gängigen Keltersorten alle Beeren fest und eng beieinanderliegend und öffnen sich erst mehr oder weniger mit der Reife. Bei vielen Tafeltrauben findet zuchtbedingt manchmal gar kein echter Traubenschluss mehr statt; man möchte bei Tafeltrauben nämlich einerseits etwas größere Beeren haben und andererseits bewirken, dass sich Schadpilze nicht so leicht festsetzen. Gleichzeitig ist auch die Pilzbekämpfung durch rechtzeitige Spritzungen wirksamer, weil die Mittel besser in die Räume zwischen den Beeren gelangen können. Bei Keltertrauben kann dies ebenfalls ein Vorteil sein: Versuche mit lockerbeerigen Spätburgunderklonen haben gezeigt, dass die Trauben wegen der geringeren Anfälligkeit gegen Botrytis deutlich länger am Stock bleiben können und der eventuelle Nachteil der dann größeren Beeren (das ungünstige Verhältnis von Fruchtfleisch zu Beerenhaut) durch die längere Verweilzeit mehr als ausgeglichen wird. PB20130731

Zurück